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İstanbul Next Wave (deutsche-museen.de)

http://www.deutsche-museen.de/pressemeldungen.php?action=ansehen&id=407

Istanbul Next Wave
Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze
Istanbul Next WaveGleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze
Moderne und zeitgenössische Kunst aus Istanbul
Im Rahmen der 20jährigen Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul

Ein Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste in Kooperation mit Kulturprojekte Berlin
11.11.09, Eröffnung
12.11.09-03.01.10, Akademie der Künste, Pariser Platz
Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel
12.11.09-17.01.10, Akademie der Künste, Hanseatenweg
Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul
12.11.09-17.01.10, Martin-Gropius-Bau

Istanbul Modern Berlin
Mit der Ausstellungsreihe „Istanbul Next Wave. Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze” stellt die Berliner Akademie der Künste zeitgenössische Kunst aus Istanbul vor. Das gemeinsame Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste ist einer der derzeit innovativsten Kunstszenen weltweit gewidmet. „Istanbul Next Wave” umfasst drei Ausstellungen, die in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau zu sehen sind – und ist damit die bislang umfangreichste Präsentation von zeitgenössischer türkischer Kunst in Mitteleuropa. Arbeiten von 80 Künstlern – Malerei, Materialcollagen, Fotoarbeiten, Medienkunst, Installationen, Objektkunst verschiedenster Techniken und Texturen – rücken die türkische Kunst mit ihrem urbanen Zentrum Istanbul in eine neue Perspektive jenseits der überkommenen Vorurteile einer „verspäteten“ Moderne.
Das Projekt ist der Höhepunkt der Berliner Veranstaltungen zum 20. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul und internationaler Auftakt des Programms, mit dem sich Istanbul 2010 als europäische Kulturhauptstadt präsentiert. Das Konzept wurde von unabhängigen türkischen Kuratoren entwickelt und umgesetzt. Mit dem Martin-Gropius-Bau und dem Pariser Platz rückt die türkische Kunst in das Zentrum der Berliner Kunst-Landschaft. Die Ausstellung im Gropiusbau zeigt eine historische Perspektive der türkischen Moderne. In der Akademie der Künste am Pariser Platz stehen Künstlerinnen im Mittelpunkt, die für die kritische und emanzipatorische Dynamik der zeitgenössischen Kunst aus Istanbul stehen. Und in der Akademie der Künste am Hanseatenweg zeigen sechs Künstler examplarisch, wie die türkische Gegenwartskunst auf die turbulente politische und gesellschaftliche Phase in der Türkei seit 1960 reagiert.

„Istanbul Next Wave“ ist kuratiert von Çetin Güzelhan (Leitender Kurator), Beral Madra, Levent Çal?ko?lu und Johannes Odenthal. Konzerte, Konferenzen, Führungen begleiten die Laufzeit. Zu der Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Steidl Verlag.

Ausgewählte Künstler: Ye?im A?ao?lu, Gülçin Aksoy, Halil Alt?ndere, Hale Asaf, Nancy Atakan, At?l Kunst, Nazan Azeri, Bedri Baykam, Aliye Berger, Semiha Berksoy, Handan Börüteçene, Taner Ceylan, Ipek Duben, Nezaket Ekici, Ay?e Erkmen, Bedri Rahmi Eyübo?lu, Altan Gürman, Gül Ilgaz, Gözde ?lkin, Balkan Naci Islimyeli, Cemile Kaptan, ?ükran Moral, Nazl? Eda Noyan, ?rfan Önürmen, Neriman Polat, Necla Rüzgar, Sarkis, Gülay Semercio?lu, Yusuf Taktak, Hale Tenger, Ömer Uluç, Nalan Y?rtmaç, P?nar Yolaçan
Akademie der Künste
Stephanie Eck
Pariser Platz 410117
Berlin
030 / 200 57-15 14030 / 200 57-15 08
http://www.adk.de
presse@adk.de

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“İstanbul Next Wave” PRESS (TwoTicets.de)

http://www.twotickets.de/rubriken/Kunst%20&%20Wissen/.bin/index.php?REM_cmd=2&REM_id=78323

Istanbul Next Wave

Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel

Istanbul ist das Kraftwerk der zeitgenössischen türkischen Kunst. Mit der Gründung neuer Museen, der Biennale und einer explosionsartig wachsenden Künstlerszene ist Istanbul auch zu einem der Brennpunkte der internationalen Kunst avanciert. Aus Anlass der 20jährigen Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin macht die Akademie der Künste diese aktuelle Kunstszene zu ihrem Programmschwerpunkt.

Das türkische Kuratorenteam ermöglicht dabei einen neuen Blick auf eine wenig bekannte, aber sehr vielschichtige Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Arbeiten von über 100 Künstlern – Malerei, Materialcollagen, Fotoarbeiten, Medienkunst, Installationen, Objektkunst verschiedenster Techniken und Texturen – rücken die türkische Kunst mit ihrem urbanen Zentrum Istanbul in eine neue Perspektive jenseits der überkommenen Vorurteile einer „verspäteten Moderne“.

Das gemeinsame Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste umfasst drei Ausstellungen, die in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau zu sehen sind. „Istanbul Next Wave“ ist der Höhepunkt der Berliner Veranstaltungen zum 20. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul und erster internationaler Auftakt des Programms, mit dem sich Istanbul 2010 als europäische Kulturhauptstadt in Zusammenarbeit mit Kültür A.S. präsentiert.

„Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel!“ Mit diesem Slogan verabschiedete sich die türkische Frauenbewegung der 80erJahre von dem Versprechen des Korans, von Männern den Himmel zu Füßen gelegt zu bekommen. In den Ausstellungssälen am Pariser Platz rücken die Kuratoren 17 Künstlerinnen aus Istanbul ins Zentrum. Heute, in einer noch immer in weiten Teilen patriarchalisch organisierten Gesellschaft, vertreten die ausgestellten Künstlerinnen selbstbewusst, engagiert, mit Poesie, Radikalität und Ironie den Anspruch auf eine Führungsposition in den Künsten, die durch den weiblichen Blick auf die Welt eine vielfältige Bereicherung der Formen ebenso wie thematische Profilierung erfahren.

Laufzeit: 12.11.09 – 03.01.10
Di bis So 11–20 Uhr

Eintritt:
6,- Euro erm. 4,- Euro
(beinhaltet auch für den Eintritt für den Hanseatenweg)

Karten und Info:
Telefon: 030 / 20057 -100
info@adk.de
www.adk.de

Abbildung:
Necla Rüzgar
and then…, 2006
Aquarell auf Papier, 30 x 35 cm
Courtesy of the Artist and Outlet-Istanbul Gallery
© Necla Rüzgar

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“İstanbul Next Wave” welt.de

http://www.welt.de/kultur/article5171752/Tuerkische-Kunst-patriarchalisch-und-sexistisch.html

“Istanbul Next Wave”

Türkische Kunst – patriarchalisch und sexistisch

(40)

13. November 2009, 09:19 Uhr

Die türkische Gesellschaft ist patriarchalisch, sexistisch und konsumfetischistisch. Das meinen die Künstlerinnen einer Berliner Ausstellungsreihe und zeigen es auch. Die türkischstämmige Journalistin Mely Kiyak freut sich, dass damit die Türkei in der westlichen Moderne angekommen ist.

Foto: ddp/DDP

Auch dieses Gemälde-Tableau von Necla Rüzgar gehört zum gemeinsamen Projekt der Akademie der Künste und der Stadt Istanbul anlässlich des 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin.

Die Installation “New Baghdad Museum” (2007) des türkischen Künstlers Irfan Önürmen ist Teil der Ausstellung “Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul” aus der Reihe “Istanbul Next Wave”.

Die Türken sind angekommen! Nicht irgendwo, sondern, so man das Vokabular nutzen möchte, in der westlichen Moderne, im Zentrum Berlins. Istanbuls Kunstszene präsentiert sich bis in den Januar und zeigt, wie sich die Kunst eines Landes im Laufe der Jahrzehnte verändert hat, das die Modernisierungskriterien ihres Republikgründers Kemal Mustafa Atatürk durch die Kopenhagener Kriterien ausgetauscht hat.

Die Akademie der Künste hat aus Anlass der zwanzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin, sowie Istanbuls bevorstehender Rolle (als nicht EU-Land) zum Träger des Titels „Europäische Kulturhauptstadt 2010“, eine Kunstschau organisiert, die sich den wichtigsten Stationen der türkischen Moderne und Gegenwart in der bildenden Kunst widmet.

İstanbul Next Wave“ ist der etwas merkwürdige Titel einer wirklich großen und umfassenden Ausstellung, deren Überschrift wohl eher Vorfreude denn Bedrohung ankündigen soll und sich, ganz im Gegensatz zu den meisten Kunstwerken, nicht an die Ästhetik der Werbewelt anbiedert.

Die explodierende Kunstwelt am Bosporus schreit geradezu nach einer Übersicht und wird in drei große Akzente gesetzt, die bei näherer Beobachtung, Sinn ergeben.

Im Martin-Gropius Bau zeigen 80 Werke die wichtigsten Stationen der türkischen Moderne und können, trotz eindringlicher Versicherung des türkischen Kurators Cetin Güzelhan, ihren Einfluss nicht verhehlen. Wenn man nicht genau schaut, läuft man aus Versehen an den Bildern aus den1920er- und 30er Jahren vorbei, weil man sich sicher wähnt, die europäischen Vertreter der Moderne zu sehen und nicht Künstler des osmanischen Reiches.

Die Periodisierung der Türkei orientiert sich an den Zäsuren 1923 (Gründung der Republik), 1950 (Ende des Einparteiensystems), 1980 (Putsch), die dafür gesorgt haben, dass viele Künstler und Kulturschaffende entweder verhaftet wurden, ins Exil gingen oder verschüchtert schwiegen.

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