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2009

“close-up”, 64.8x50cm, mixed media on paper, 2009
“zero hour I”, mixed media on paper, 50x65cm, 2009
“zero hour II”, mixed media on paper, 50x65cm, 2009

“theory of eveolution”, mixed media on paper, 50x65cm, 2009

water color on paper, 50×64.8cm , 2009
“the sleep of reason”, water color on paper, 50×64.8cm , 2009
mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009

mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009

mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009

mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009
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2005-2008

“if…” water color on paper, 38x48cm, 2008

“insider”, mixed media on paper, 53x43cm, 2008

“the rehearsal of paradise”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“orbit”, mixed media on paper, 29x36cm, 2008

“transmigration”, mixed media on paper, 34.8x50cm, 2008

“the conscious melting in water”, water color on paper, 29x36cm, 2008


“as it is seen I”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008


“as it is seen II”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“right to speak”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“complicated fidelity”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“egg”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“shelter”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“diary of suspect II”,mixed media on paper, 64.8x50cm, 2008

“diary of suspect I”, mixed media on paper, 64.8x50cm, 2008

“forest”, water color on paper, 50×39.3cm, 2008

“it isn’t considered as sin if you say ‘bismillah’ “, water color on paper, 29x36cm, 2008

“bloody mary”, water color on paper, 29x37cm, 2007

“doubt”, water color on paper, 29x35cm, 2007
“performance”, water color on paper, 29x35cm, 2007

“ready-made is fine”, water color on paper, 18x25cm, 2006

“don’t ignore me”, water color on paper, 18x25cm, 2006

“speak to me”, water color on paper, 30x35cm, 2007


“only dust is visible”, water color on paper, 30x35cm, 2006


“shaggy”, mixed meia on paper, 32x50cm, 2008


“prior to…”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“look ankara’s stone”, water color on paper, 30x35cm, 2006

“I said; nobody tought me to suffer like a kind lady”, water color on paper, 18x25cm, 2006

“big globe small location”, water color on paper, 21x28cm, 2006

“do you want play game”, oil on canvas, 100x80cm, 2005

“and then…”, water color on paper, 30x35cm, 2006


“all or nothing”, oil on canvas, 80x100cm, 2005

“the dark side of the moon”, oil on canvas, 80×100, 2006

“a perfect world”, water color on paper, 21x28cm, 2006

“sinagrit father”, water color on paper, 22x32cm, 2006
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artnet.de magazin

http://www.artnet.de/magazin/

http://www.artnet.de/magazine/reviews/mania/mania12-03-09.asp

„Istanbul Next Wave“ in der Akademie der Künste (II)
Ein Quadratmeter Redefreiheit
Astrid Mania3. Dezember 2009

„Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel“ – Akademie der Künste, Pariser Platz, Berlin, „Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul“ – Akademie der Künste, Hanseatenweg, Berlin. Im Rahmen von „Istanbul Next Wave“ im Martin-Gropius-Bau und der Akademie der Künste, Berlin. Vom 12. November 2009 bis 17. Januar 2010

Man muss sich Zeit nehmen für die Ausstellungstrias „Istanbul Next Wave“, Zeit und am besten eine Tageskarte für das Berliner S- und U-Bahn-Netz. Denn neben dem Martin-Gropius-Bau sind auch beide Standorte der Akademie der Künste in das Projekt eingebunden. Und so wenig man im ersten Teil der Schau, der mit Beständen aus dem Museum Istanbul Modern aufwartet, über die Hintergründe der einzelnen Werke erfährt, so didaktisch bestimmen die beiden anderen Ausstellungsteile ihre jeweilige Lesart. „Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel“ in der Akademie am Pariser Platz konzentriert sich auf türkische Künstlerinnen mit einer überwiegend feministischen Agenda, während sich die Schau am Hanseatenweg mit dem Titel „Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul“ selbst erklärt.

Überschneidungen in der Künstlerliste gibt es zwischen allen drei Ausstellungsteilen, was die kuratorische Verschlagwortung der einzelnen Schauen zumindest brüchig macht. Die unerschrockene Şükran Moral etwa, einzige Frau unter den sechs kritischen Positionen, ist auch prominent am Pariser Platz vertreten. Hier zeigt sie ihre Arbeiten Bordell, Yüksek Kaldirim, Istanbul und Galatasaray Hamam, Istanbul (beide 1997), Videodokumentationen von radikalen Selbstversuchen, bei denen die Künstlerin Körpereinsatz bis zum Äußersten zeigt: Das erste Video beobachtet Moral in der Rolle einer Prostituierten, fokussiert vor allem aber auf die gaffenden Männer vor dem Bordell, das zweite begleitet die Künstlerin in den Männerbereich des Hamams, wo sie sich waschen und massieren lässt und halbnackt zwischen den übrigen, natürlich ausschließlich männlichen, Besuchern posiert. Mit ihrer tatsächlichen Übertretung sozialer und vor allem geschlechterspezifisch normierter Grenzen sind es die provokantesten Werke im Rahmen dieser Ausstellung. Doch ist Moral nicht die Einzige, in deren Werk die gesellschaftliche Stellung der Frau, ihre Ausgrenzung aus zahlreichen sozialen und politischen Räumen, ihr klischeehaftes Eingeschriebensein zwischen den Gegenpolen Mutter – Hure mit Vehemenz kritisiert wird. Hierauf spielt bereits der Ausstellungstitel an, Zitat des Schlachtrufs einer Istanbuler Frauendemonstration aus dem Jahr 1987. Er war seinerseits schon die sprachliche Verkehrung eines türkischen Sprichwortes, wonach Mütter mit beiden Beinen im Himmel stehen, und Absage an das Fehlen alternativer weiblicher Rollenbilder jenseits des Mutterseins.

Gözde İlkins genähte und gestickte Bilder kommen im Gewand weiblich-devoter Handarbeit daher, thematisieren aber fast durchgängig (sexuelle) Gewalt gegen Frauen, wenn hier halbnackte verdrehte Körper auf Möbeln oder gleich wie Möbel selbst arrangiert werden oder zwei Frauen in Müllsäcke gestopft in den Abfalleimer wandern. Einen ambivalenten Umgang mit weiblich konnotierten Tätigkeiten zeigen Gülay SemercioğlusBilder“ aus gewirktem Silberdraht, die durchaus einer feministischen Aufwertung oder gar Feier des Handarbeitens im Sinne von Pattern & Decoration nahestehen. Eindringlich auch Nazan Azeris Video Hochzeitskleid meiner Mutter (2008), in dem das weiße Gewand, an die kahlen Äste eines winterlichen Baums gebunden, im Sturm wütend um seine Freiheit kämpft. Necla Rüzgars hintergrundlose Gemälde, auf denen die Figuren in einem seltsam unverorteten Raum agieren, zeigen erotische Überraschungen wie Frauen mit Kopftüchern bei allerei Liebkosungen. Doch „Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel“ ist thematisch nicht auf eine rein weibliche Agenda beschränkt. İpek Dubens Multimedia-Installation FarewellMyHomeland (2004) beispielsweise beleuchtet das Drama von Flucht und Vertreibung während der Kriege des 20. Jahrhunderts und listet dafür in einem der Videos allein die Fakten auf, Namen der betroffenen Völker und Zahlen der Flüchtlinge – unkommentiert, schlicht und eindringlich.
Dubens Arbeit hätte sich auch mühelos in den Kontext der „Positionen kritischer Kunst“ eingefügt, wo es İrfan Önürmen zukommt, die Ungeheuerlichkeit des Kriegs anzuklagen. Zu massiven Blöcken gestapelte und verklebte Zeitungen sind das Material, aus dem er etwa sein New Baghdad Museum (2007) gebaut hat, die Rekonstruktion eines Ausstellungssaals des Irakischen Nationalmuseums. Die Vitrinen aber hat Önürmen mit allerlei Kriegsgerät gefüllt, an der Stelle von historischen Skulpturen prangt eine Statuette, die das schockierende Bild des gefolterten Satar Jabar aus Abu Ghraib nachstellt. Aus Wut über die Plünderung des Museums schuf der Künstler bereits 2005 seine Terror Factory, die sich ebenfalls ausschließlich und in jeder Beziehung aus Printerzeugnissen speist, ein gewaltiges Waffenarsenal, gedacht zur rächenden Verschickung an westliche Kunstmuseen. Eine Kiste mit der Anschrift „National Gallery London“ steht schon bereit.

Der älteste unter den kritischen Künstlern ist Altan Gürman, und seine Werke aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die sich gegen Militarismus, Bürokratie und Umweltzerstörung richten, stehen auch am Anfang dieser Schau der Generationen. Mit dem Einbezug von Materialien aus der Lebenswelt – wenn es sich dabei auch um Stacheldraht, Absperrgitter oder Wandpolsterungen handelt – und einer stark schablonisierten Darstellungsweise geht sein Werk eine eigenartige Verschmelzung aus, formal, Pop Art und, inhaltlich, engagierter kritischer Kunst ein. Kapitone/Gesteppt (1976) zeigt den schematischen Umriss einer menschlichen Figur neben einem Telefon, der Kunstlederhintergrund sorgt für die Verortung des Dargestellten in der Anonymität und abperlenden Glätte eines gedämpften Dienstzimmers. Dagegen zeigt das schlicht Komposition Nr. 2 (1967) genannte Gemälde die Umrisse zweier Soldaten, getarnt mit einer All-over Camouflage in Khaki-Grün-Grau, die Gürman über die gesamte Tafel gelegt hat.

Die Exzesse von Polizei und Militär hat auch Halil Altındere im Visier, der vor dem Gebäude der Akademie ein seit Langem geplantes Projekt verwirklichen konnte: ein auf den Kopf gekipptes – deutsches – Polizeiauto, dessen Blaulicht und Polizeifunk noch funktionieren. Was gedacht war als anarchisch-karnevaleske Umstülpung der Macht- und Autoritätsverhältnisse, als Anspielung an gewalttätige Krawalle auch in Berlin, entbehrt nicht einer gewissen, unfreiwilligen Komik ganz anderer Natur. Denn Künstler und Institution wurde das Auto von der Polizei nur unter der Bedingung zur Verfügung gestellt, dass es heil bleibt, und so ruht es nun sicher in bürokratisch-schützenden Metallrahmen. Nichts ist hier von der Wucht einer aggressiven Geste zu spüren, vielmehr vermittelt sich eine fast schon rührende Freundlichkeit seitens der Polizei und ein fürsorglicher Umgang mit deren Hab und Gut seitens des Künstlers. Hier zeigt sich vor allem eines, nämlich dass manche Projekte am stärksten sind, solange sie unrealisiert bleiben.

Die eindringlichsten Positionen verkörpern sich, auch hier, in den wütenden Werken Şükran Morals, die als nackte Gekreuzigte auftritt und in Speculum (1997/2009) einen Monitor zwischen die gespreizten Beine einer Puppe stellt, die auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl liegt – ursprünglich eine Performance der Künstlerin, neben weiteren Aktionen auf dem Monitor zu sehen. Und in der Demokratiekabine Bedri Baykams aus dem Jahr 1987, die einen Quadratmeter Raum zur freien, gänzlich unzensierten Meinungsäußerung bietet.

Man erfährt viel über die türkische Kunst und die politische und soziale Verfasstheit des Landes überhaupt. Insofern hat das Projekt seine didaktische Aufgabe wahrlich erfüllt. Was man aber in beiden Ausstellungsteilen vermisst, sind Stimme und Formensprache der jüngsten Generation. Gözde İlkin (Jg. 1981) ist die Juniorin am Pariser Platz, Halil Altındere (Jg. 1971) der Junior unter den kritischen Positionen. Dabei verfügt gerade Istanbul über eine rege Szene zeitgenössischer Kunst und engagierter Off-Spaces, wovon man sich noch jüngst anlässlich einer Ausstellung im Berliner Kulturamt Kreuzberg/Bethanien überzeugen konnte. Durch den Ausschluss dieser Szene wirken beide Ausstellungsteile unnötigerweise an manchen Stellen staubig und überkommen. Und es wäre schade und falsch, würde man diesen Eindruck pauschal auf die türkische Kunst übertragen.

Der Zauberwürfel als Einstiegshilfe von Astrid ManiaAn drei Orten in Berlin gastiert die Ausstellung „Istanbul Next Wave“. Der Martin-Gropius-Bau zeigt die türkische Moderne.
Nicht ohne meine Lichterkette von Astrid ManiaDie Türkei schreibt sich auf die Landkarte des Kunstbetriebs ein. Eine Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg stellt nun Istanbuler Projekträume vor. Eine gelungene Innenansicht.

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Beral Madra

http://universes-in-universe.org/eng/nafas/articles/2009/under_my_feet

Curatorial text about the exhibition, published in the catalog of “Istanbul Next Wave”, Modern and Contemporary art from Istanbul, organized by the city of Istanbul and the Academy of Arts in partnership with Kulturprojekte Berlin, as part of the celebrations to mark the 20 years of twin-town relations between Berlin and Istanbul. “Istanbul Next Wave” consists of 3 exhibitions: Istanbul Modern Berlin (at the Martin-Gropius-Bau); Under my feet I want the world, not heaven (Academy of Arts, Pariser Platz); Six positions in critical art from Istanbul (Academy of Arts, Hanseatenweg).
…..
For many decades throughout the 20th century the fundamental task of painting in Turkey has been to tell the story of Modernism, to describe the social life, to create memorable events and persons. The narrative aspect of painting ceased to be a central concern after photography and video, both providing instant narration and straightforward narrative, storytelling was dismissed as a popular interest. Since the 1990s the modernist orthodoxy has declined and a return to Realism with a new post-media criticism is rejuvenated. Necla Rüzgar’s aphorism and proverb based storytelling paintings are one of the most genuine examples of this trend. She follows the tradition but reverses the straightforward message to an intricate one and plays with the perception of the viewer. The viewer can intensely share interest in the fate of the figures that are depicted in her paintings. The small stories that are told in these paintings engage the curiosity of the viewer, because of their weirdness and transgression, because of their political content that for example depicts the tragedies caused by patriarchal system or by dogmas. She goes to the bottom of the culture and finds the basic connections between the verbal and the visual, uses proverbs and aphorisms and merges their meaning with the meaning of post-media images. In these paintings we can observe the juxtaposition of traditional and post-modern narrative element that determines the intuitive thinking of the general public.
….

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2009

“close-up”, 64.8x50cm, mixed media on paper, 2009
“zero hour I”, mixed media on paper, 50x65cm, 2009
“zero hour II”, mixed media on paper, 50x65cm, 2009

“theory of eveolution”, mixed media on paper, 50x65cm, 2009

water color on paper, 50×64.8cm , 2009
“the sleep of reason”, water color on paper, 50×64.8cm , 2009
mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009

mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009

mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009

mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2009
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necla rüzgar 2009-02-17 10:33:00

“if…” water color on paper, 38x48cm, 2008

“insider”, mixed media on paper, 53x43cm, 2008

“the rehearsal of paradise”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“orbit”, mixed media on paper, 29x36cm, 2008

“transmigration”, mixed media on paper, 34.8x50cm, 2008

“the conscious melting in water”, water color on paper, 29x36cm, 2008

“as it is seen I”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“as it is seen II”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“right to speak”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“complicated fidelity”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“egg”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“shelter”, mixed meia on paper, 64.8x50cm, 2008

“diary of suspect II”,mixed media on paper, 64.8x50cm, 2008

“diary of suspect I”, mixed media on paper, 64.8x50cm, 2008

“forest”, water color on paper, 50×39.3cm, 2008

“it isn’t considered as sin if you say ‘bismillah’ “, water color on paper, 29x36cm, 2008

“bloody mary”, water color on paper, 29x37cm, 2007



“doubt”, water color on paper, 29x35cm, 2007
“performance”, water color on paper, 29x35cm, 2007

“ready-made is fine”, water color on paper, 18x25cm, 2006

“don’t ignore me”, water color on paper, 18x25cm, 2006

“speak to me”, water color on paper, 30x35cm, 2007

“only dust is visible”, water color on paper, 30x35cm, 2006

“shaggy”, mixed meia on paper, 32x50cm, 2008

“prior to…”, mixed meia on paper, 50×64.8cm , 2008

“look ankara’s stone”, water color on paper, 30x35cm, 2006

“I said; nobody tought me to suffer like a kind lady”, water color on paper, 18x25cm, 2006

“big globe small location”, water color on paper, 21x28cm, 2006

“do you want play game”, oil on canvas, 100x80cm, 2005

“and then…”, water color on paper, 30x35cm, 2006

“all or nothing”, oil on canvas, 80x100cm, 2005

“the dark side of the moon”, oil on canvas, 80×100, 2006

“a perfect world”, water color on paper, 21x28cm, 2006

“sinagrit father”, water color on paper, 22x32cm, 2006
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İstanbul Next Wave (deutsche-museen.de)

http://www.deutsche-museen.de/pressemeldungen.php?action=ansehen&id=407

Istanbul Next Wave
Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze
Istanbul Next WaveGleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze
Moderne und zeitgenössische Kunst aus Istanbul
Im Rahmen der 20jährigen Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul

Ein Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste in Kooperation mit Kulturprojekte Berlin
11.11.09, Eröffnung
12.11.09-03.01.10, Akademie der Künste, Pariser Platz
Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel
12.11.09-17.01.10, Akademie der Künste, Hanseatenweg
Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul
12.11.09-17.01.10, Martin-Gropius-Bau

Istanbul Modern Berlin
Mit der Ausstellungsreihe „Istanbul Next Wave. Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze” stellt die Berliner Akademie der Künste zeitgenössische Kunst aus Istanbul vor. Das gemeinsame Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste ist einer der derzeit innovativsten Kunstszenen weltweit gewidmet. „Istanbul Next Wave” umfasst drei Ausstellungen, die in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau zu sehen sind – und ist damit die bislang umfangreichste Präsentation von zeitgenössischer türkischer Kunst in Mitteleuropa. Arbeiten von 80 Künstlern – Malerei, Materialcollagen, Fotoarbeiten, Medienkunst, Installationen, Objektkunst verschiedenster Techniken und Texturen – rücken die türkische Kunst mit ihrem urbanen Zentrum Istanbul in eine neue Perspektive jenseits der überkommenen Vorurteile einer „verspäteten“ Moderne.
Das Projekt ist der Höhepunkt der Berliner Veranstaltungen zum 20. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul und internationaler Auftakt des Programms, mit dem sich Istanbul 2010 als europäische Kulturhauptstadt präsentiert. Das Konzept wurde von unabhängigen türkischen Kuratoren entwickelt und umgesetzt. Mit dem Martin-Gropius-Bau und dem Pariser Platz rückt die türkische Kunst in das Zentrum der Berliner Kunst-Landschaft. Die Ausstellung im Gropiusbau zeigt eine historische Perspektive der türkischen Moderne. In der Akademie der Künste am Pariser Platz stehen Künstlerinnen im Mittelpunkt, die für die kritische und emanzipatorische Dynamik der zeitgenössischen Kunst aus Istanbul stehen. Und in der Akademie der Künste am Hanseatenweg zeigen sechs Künstler examplarisch, wie die türkische Gegenwartskunst auf die turbulente politische und gesellschaftliche Phase in der Türkei seit 1960 reagiert.

„Istanbul Next Wave“ ist kuratiert von Çetin Güzelhan (Leitender Kurator), Beral Madra, Levent Çal?ko?lu und Johannes Odenthal. Konzerte, Konferenzen, Führungen begleiten die Laufzeit. Zu der Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Steidl Verlag.

Ausgewählte Künstler: Ye?im A?ao?lu, Gülçin Aksoy, Halil Alt?ndere, Hale Asaf, Nancy Atakan, At?l Kunst, Nazan Azeri, Bedri Baykam, Aliye Berger, Semiha Berksoy, Handan Börüteçene, Taner Ceylan, Ipek Duben, Nezaket Ekici, Ay?e Erkmen, Bedri Rahmi Eyübo?lu, Altan Gürman, Gül Ilgaz, Gözde ?lkin, Balkan Naci Islimyeli, Cemile Kaptan, ?ükran Moral, Nazl? Eda Noyan, ?rfan Önürmen, Neriman Polat, Necla Rüzgar, Sarkis, Gülay Semercio?lu, Yusuf Taktak, Hale Tenger, Ömer Uluç, Nalan Y?rtmaç, P?nar Yolaçan
Akademie der Künste
Stephanie Eck
Pariser Platz 410117
Berlin
030 / 200 57-15 14030 / 200 57-15 08
http://www.adk.de
presse@adk.de

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Istanbul Next Wave (berlin.art)

http://berlin.art49.com/art49/art49berlin.nsf/0/C0D3820AB3AD0772C125763C002DA26E?opendocument&lang=CH

Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze

Moderne und zeitgenössische Kunst aus Istanbul
Im Rahmen der 20jährigen Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul
Ein Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste in Kooperation mit Kulturprojekte Berlin

12.11.09-03.01.10, Akademie der Künste, Pariser Platz
Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel
12.11.09-17.01.10, Akademie der Künste, Hanseatenweg
Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul
12.11.09-17.01.10, Martin-Gropius-Bau
Istanbul Modern Berlin

Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Tel. 030 200 57-1000
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten, Tel. 030 200 57-2000
Di – So 11-20h, Eintritt: Euro 6, ermäßigt Euro 4
am 1. Sonntag im Monat Eintritt frei, Besucher unter 18 Jahren Eintritt frei

Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7 Ecke Stresemannstr. 110, 10963 Berlin, Tel. 030 254 86-0
Mi – Mo 10-20 Uhr, Eintritt: Euro 6, ermäßigt Euro 4
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Eintritt frei

>> www.adk.de/istanbul_next_wave (ab 01. Oktober 09)

Mit der Ausstellungsreihe „Istanbul Next Wave. Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze” stellt die Berliner Akademie der Künste zeitgenössische Kunst aus Istanbul vor. Das gemeinsame Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste ist einer der derzeit innovativsten Kunstszenen weltweit gewidmet und umfasst drei Ausstellungen in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau. Mit mehr als 250 Werken von 88 Künstlern wird der Weg Istanbuls in die Moderne, vor allem aber die aktuelle Kunstszene mit Medienarbeiten und Installationen gezeigt. „Istanbul Next Wave“ ist der Höhepunkt der Berliner Veranstaltungen zum 20. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul und erster internationaler Auftakt des Programms, mit dem sich Istanbul 2010 als europäische Kulturhauptstadt in Zusammenarbeit mit Kültür A.Ş. präsentiert.
Im Martin-Gropius-Bau zeichnet die Ausstellung, die fast vollständig aus den Sammlungen des Museums Istanbul Modern zusammengestellt wurde, die Entwicklung der zeitgenössischen türkischen Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach. Die Schau am Pariser Platz konzentriert sich auf die herausragende Bedeutung von Künstlerinnen für die Istanbuler Kunstentwicklung. Die 17 präsentierten Künstlerinnen aus drei Jahrzehnten und Generationen eint Provokation und gesellschaftspolitisches Engagement. In der Akademie der Künste am Hanseatenweg stehen sechs exemplarische kritische Positionen von türkischen Künstlern im Zentrum. Sichtbar wird hier ein Widerstand gegen gesellschaftliche und politische Machtstrukturen und Gewalt.
„Istanbul Next Wave“ ist kuratiert von Çetin Güzelhan (Leitender Kurator), Beral Madra, Levent Çalוkoğlu und Johannes Odenthal. Konzerte, Konferenzen, Führungen begleiten die Laufzeit. Zu der Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Steidl Verlag.

Ausgewählte Künstler: Yeşim Ağaoğlu, Gülçin Aksoy, Halil Altındere, Hale Asaf, Nancy Atakan, Atıl Kunst, Nazan Azeri, Bedri Baykam, Aliye Berger, Semiha Berksoy, Handan Börüteçene, Taner Ceylan, Ipek Duben, Nezaket Ekici, Ayşe Erkmen, Bedri Rahmi Eyüboğlu, Altan Gürman, Gül Ilgaz, Gözde İlkin, Balkan Naci Islimyeli, Cemile Kaptan, Şükran Moral, Nazlı Eda Noyan, İrfan Önürmen, Neriman Polat, Necla Rüzgar, Sarkis, Gülay Semercioğlu, Yusuf Taktak, Hale Tenger, Ömer Uluç, Nalan Yırtmaç, Pınar Yolaçan

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İstanbul Next Wave (artcitizens)

http://artcitizens.net/blog/list/id/208

Under my feet I want the World, not heaven

Women artists from İstanbul at Berlin Academy Pariser Platz
on the occasion of 20th Anniversary of Berlin İstanbul Partnership.
Yeşim Ağaoğlu, Gülçin Aksoy,Nancy Aatakan, Atıl Kunst, Nazan Azeri, Handan Börüteçene, İpek Duben, Nezaket Ekici, Gül Ilgaz; Gözde İlkin, Cemile Kaptan, Şükran Moral, Nazlı Eda Noyan, Neriman Polat, Necla Rüzgar, Gülay Semercioğlu, Nalan Yırtmaç

Curator: Beral Madra

“Under my feet I want the world, not heaven!” is my third major exhibition in the last decade that has an exclusive focus on the works of women artists . The title of the show is a slogan from the protests of 3000 women in Istanbul on 17 May 1987—an event which is discussed by Zuhal Yeşilyurt Gündüz’s in her essay on the Women’s Movement in Turkey (2). The slogan is a creative intervention into well-known religious dictum which glorifies women qua mothers: “Heaven is under the feet of mothers.” With the religious nomination in the slogan, the sacrosanct position of the mother is ingeniously cut off from the worldly notorious women. At that crucial date, using this as their catchphrase, those 3000 women have designated a new turn in the position of women.

The title is challenging in the sense that it accentuates the revolt against being designated to represent the sacrosanct image of motherhood and not to exist otherwise. With the title I wanted to draw some attention to the continuing exploitation of the image of woman under the neo-liberal, global capitalism and prevailing religious, traditional and conservative dogmas, but the artists’ statements effectively reflected in their works do more than that…

Who and what can compete with the commodity and media culture and gain ground? The identity of women in Turkey is thoroughly connected to politics, religion, consumption culture and media. Since two decades the female identity is sharply divided firstly into “headscarf” and “no-headscarf”, secondly into “protected” and “not-protected”, thirdly “conformist” and “non-conformist”. These divisions once again show the prevailing patriarchal and dogmatic social structure. The female body experience is mostly connected to sexual abuse and violation of young or elderly women or to a body culture based on cosmetic industry. These issues are mainly tackled by women artists of this exhibition with their socio-political-cultural origins and effects and appear in their works as self-portraits, performances, documentations of their performances or as representations and
Woman artists in Turkey have been producing assertive, attractive and probing works since the mid 1980s, and currently they are receiving the international attention. One cannot deny the prevailing male dominant discourse within the modern and postmodern art making; but women struggle to get their economic and social identities along with their democratic rights and post-modern liberalism in the mentality of the society, which help them to become more independent. Post-modernity in Turkey was a step forward for them, but it was still not an easy task to change the status quo. In tune with the human rights and feminist movements, the women artists have deconstructed the meta-narratives and the traditional positioning of the outcast or oppressed women of all classes through art discourse and subversive art works. The women artists were aware that to be able to do this, the modernist mentality that structure of the society and its institutions has to be radically changed. Within this context, the probing, questioning, and shocking examples of contemporary art works carry an important mission and among them, the sharing, communicative, flexible and contributing qualities of woman artists’ works produce favorable results, even as these works remain largely unrecognized as political tools for radical democratization process by the women’s rights NGOs and feminist academics and activists.

The art production of 1980’s evolved into two directions: Painting with strong influence carried on local figurative and abstract tradition from 1960s and 1970s. The practice of conceptual art and installations emerged gradually with a more intricate socio-political and cultural content. In painting, expressionism lived its new birth with a bold figurative style, with subjective criteria and personal mythologies. Throughout 1980s a generation clash, a questioning of Western art, a rupture from the recent past, a yearning to the historical past and an affiliation to the international contemporary art making can be observed. The new approach to dilemmas such as tradition and modernism, high and low art, rational and irrational was to find points and fields of reconciliation between these dichotomies and in most cases the low, popular and trivial became more visible. Austerity and ascetic behavior was avoided for the sake of openness to different directions and possibilities.

The culture climate of the 1990s was deeply affected by the political and economical transformations. The economic transformation can be summarized as the intensive communication and interaction of the private sector with the world business, increase of export, foreign partnerships, specialization of the businesses and finally integration to the global economy. The transformation created its new social classes, among them the new middle and rich class that entitled to gain the character of bourgeoisie, but was also faithful to its ethnic and rural traditions. People from Anatolia have immigrated to the margins of the city, and to the abandoned parts of Beyoğlu district which belonged to the Greek, Armenian and Jewish minorities in the past. In particular, this at that time low rent district generated a new synergy when the artists, also preferred to live and work there, side by side with the newcomers.

From the cultural point of view the 1990s have opened a new possibility of being liberated from the burdens of a constrained Modernism, or celebrating the fall of Modernism. In this sense a new split has been experienced among the intellectuals, namely the ones who could not accept the fall of Modernism and faded away from the most up-to-date culture scene. In the meantime the diversification of creativity, the interest of the private sector in contemporary art and design works, the emergence of markets for creative products and the international exchange options have enforced the content and impact of the culture industry.

Without doubt the relations with EU within the framework of its enlargement and cultural integration policies have definitely changed the course of art and culture in Istanbul. The process started in the 1990s on strictly individual networking level and gradually developed into an institutional relationship, mainly between private museums, fine arts faculties, artists associations and other NGO’s. The projects and exchange activities were mostly funded by EU resources. This interaction was by and large possible in accordance with the influence of culture industry in the processes of global economy and politics so that the culture in Turkey gained independency, autonomy and the interest of the private sector. Precisely this progression prepared the rupture between the Istanbul based contemporary art productions and Ankara based cultural policy. While the state monopoly on the arts as the cultural manifestation of the modern nation state ideology is still prevailing in Anatolian cities, despite the current privatization movements, Istanbul art scene has gained precedence in the global art map.

Globalism introduced new possibilities of emancipation and became an ally for female artists. Even if it has never been too easy to change the status quo, this time the international exchange empowered the position of women artists. For opening up the field of the social for the hitherto excluded subjects–among them is women of all classes and professions–dominant meta-narratives have to be challenged. The modernist gaze of the audiences needed to be transformed and the institutional concepts needed to be reconfigured. Without doubt, such a vision of a pluralist society is yet to be realized. However, the so-called traditional female qualities of sharing, communication, and flexibility and the desire to collaborate are becoming more and more important and I believe that they have a great deal to offer in contribute to the fundamental changes that are already beginning to take place in our region.

The exhibition introduces seventeen artists of three decades and three generations who have the common aspect of being active individuals, provocateurs, activist-artists in a country which is simultaneously democratic, global, patriarchal, neo-liberal and nationalist. They and many others who are not represented in this exhibition helped us to recognize the importance of the use of verbal and visual language in our daily lives as well as in the democracy process and strived to make art that decipher the ideologies created by images and texts of neo-liberalism, which shape our culture and life. They manifestly provided new visual material and tools of thinking and criticizing the political and neo-liberalist intricacies.

Beral Madra: From the catalogue text: İstanbul Next Wave (Johannes Odenthal-Çetin Güzelhan), ADK, Berlin, Steidl verlag, Göttngen, 2009. Best. Nr. 1133 (20 EURO)

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“İstanbul Next Wave” (Radikal Gazetesi)

http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalHaberDetay&ArticleID=964480&Date=15.11.2009&CategoryID=113

DİLAY YALÇIN

BERLİN – Avrupa’da düzenlenen en büyük Türk sanatı sergisi ‘İstanbul Next Wave’, Berlin’de üç mekanda açılışını yaptı. Akademie der Künste’nin Tiergarten’daki binasında kurulan ‘Eleştirel Sanattan Kesitler’ sergisi Altan Gürman, Bedri Baykam, Halil Altındere, Şükran Moral, İrfan Önürmen ve Balkan Naci İslimyeli’nin kariyerlerinin başından beri yaptıkları eleştirel işlerden örneklere yer veriyor. Şükran Moral’ın ‘Çaresizler’ videosu, Bedri Baykam’ın ‘Demokrasinin Kutusu’, Altan Gürman’ın montaj ve kompozisyonları ile Balkan Naci İslimyeli’nin ‘Tuhaflıklar Ülkesi’ serisi sergilenen işler arasında yer alıyor.
12 Kasım’da açılan ‘İstanbul Next Wave’in en ilgi gören işlerinden biri de Tiergarten’daki sergi binasının önünde yer alıyor. Halil Altındere polislerle üçüncü çalışması olan ‘The Monument of Direct Democracy’ işi için bir Alman polis arabasını ters çevirmiş. Altındere’nin daha önce de İstanbul Bienali ve Open Source Amsterdam’a önerdiği fakat bürokrasi yüzünden kabul edilmediğini söylediği işi için Berlin eyaleti başbakanı Klaus Wowereit araya girmiş.

‘Kendi korkularınızla yüzleşin!’
Altındere basın toplantısı sırasında yurtdışında sergilerde yer almak için “Belli bir dil bekleniyor ve bu dil oryantalist bakış açısını gerektiriyor” dedi. Sanatçı burada sergilenen işi için “Bu işi iki düşünceyle yaptım. Hem bu beklentiler karşısında gardınızı almanız gerekiyor. Bir yandan da Batılılar’ı kendi korkularıyla yüzleştirmek gerekiyor” diye konuştu. Almanya’da sanat dünyasında şu sıralar en çok konuşulan sergilerden olan ‘İstanbul Next Wave’in ‘Eleştirel Sanattan Kesitler’ adlı bu ayağı, 17 Ocak’a kadar görülebilecek.

Kadınlardan, kadına dair

Beral Madra’nın küratörlüğünde hazırlanan ‘Ayaklarımın Altında Cenneti Değil, Dünyayı İstiyorum’ sergisi, Türkiye’nin 17 tanınmış kadın çağdaş sanatçıyı bir araya getiriyor: Yeşim Ağaoğlu, Gülçin Aksoy, Nancy Atakan, Atılkunst (Gülçin Aksoy, Yasemin Nur Toksoy, Gözde İlkin), Nazan Azeri, İpek Duben, Nezaket Ekici, Gül Ilgaz, Gözde İlkin, Cemile Kaptan, Şükran Moral, Neriman Polat, Necla Rüzgar, Gülay Semercioğlu, Nalan Yırtmaç. Serginin mekanı ise Berlin’in en merkezi yerlerinden Paris Meydanı’ndaki Akademie der Künste’nin sergi alanları.
Sergi salonunun girişinde Gül Ilgaz’ın ‘Mücadele (Athena) adlı fotoğraf çalışması karşılıyor izleyiciyi. Ilgaz’ın Athena tapınağındaki bir kabartmadan bir kadın fotoğrafı montajladığı çalışması, aynı zamanda ‘İstanbul Next Wave’ etkinliğinin genel afişinde ve katalog kapağında kullanılmış. Akademie der Künste’nin kafe bölümündeki duvarlarda ise Atılkunst sanatçı grubunun ‘Hatasız kunst olmaz’ gibi komik afişleri dikkat çekiyor. Almanya’da tanınan performans sanatçısı Nezaket Ekici ise iki yıl önce Ayasofya Müzesi’nde yapmak isteyip izin alamadığı, geçen nisan ayında Almanya’da bir müzede tavandan başaşağı sarkarak gerçekleştirdiği performansının videosuyla sergiye katılıyor. Aynı zamanda şair olan Yeşim Ağaoğlu’nun üzerinde şiirler yazılı buruşturulup atılmış kağıtlardan oluşan yerleştirmesi, Şükran Moral’ın ‘Galatasaray Hamamı’ videosu ile Gülçin Aksoy’un ‘Burma Bilezik’ yerleştirmesi sergide izleyicinin ilgisini çeken işlerden.

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http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalHaberDetay&ArticleID=964479&Date=15.11.2009&CategoryID=113

15/11/2009 01:28

İstanbul ve Berlin belediyeleri arasındaki ‘kardeş şehir‘ ilişkilerinin 20. yılı vesilesiyle Berlin’de düzenlenen ve üç sergiyi kapsayan ‘İstanbul Next Wave’, şimdiye kadar şahit olduğumuz en manalı ‘kardeş şehir’ etkinliği. Sergiler vesilesiyle Türkiyeli sanatçılar Berlin’e çıkarma yaptı


ERKAN AKTUĞ

BERLİN – Hikayeden ‘kardeş şehir’ etkinlikleri çok görmüştük, demek ki manalısı da oluyormuş. İstanbul ve Berlin belediyeleri arasındaki ‘kardeş şehir’ ilişkilerinin 20. yılı vesilesiyle Berlin’de düzenlenen ve üç sergiyi kapsayan ‘İstanbul Next Wave’, şimdiye kadar şahit olduklarımızın en manalısı. Bu işe para koyan İstanbul ve Berlin belediyelerine, önayak olan kişi ve kurumlara şapka çıkartıyoruz buradan.
‘İstanbul Next Wave’, resmen Türkiye sanatının Berlin’deki gövde gösterisi. Zira hem sergiler iyi hem de sergilerin açıldıkları mekanlar Berlin’in tam kalbinde yer alıyor. Bugüne kadar Türkiye’yle ilgili yurtdışında açılan en büyük koleksiyon sergisi ‘İstanbul Modern-Berlin’e Berlin’in en havalı uluslararası sergi mekanı Martin Gropius-Bau ev sahipliği yapıyor. Türkiyeli kadın sanatçıların gövde gösterisi yaptığı Beral Madra küratörlüğündeki ‘Ayaklarımın Altında Cenneti Değil Dünyayı İstiyorum’ sergisinin açıldığı Akademie der Künste’nin (Sanat Akademisi) Pariser Platz’daki (Paris Meydanı) şahane binası, Berlin’in simgelerinden ünlü Brandenburg kapısının hemen dibinde konumlanan, özellikle gençlerin uğrak yeri capcanlı bir mekan. Politik işlerin yer aldığı ‘Eleştirel Sanattan Altı Kesit’ sergisi de Berlin’in bir başka simgesi ünlü Zafer Anıtı (Siegessaule) yakınındaki Akademie der Künste’nin sanat okulu Hanseatenweg’de açıldı.

Teklif onlardan
Berlin’in bu çapta bir Türkiye sanatı çıkarmasına kucak açmasındaki en önemli etken, teklifin Almanya’nın kültür-sanatına yön veren Akademie der Künste’den (Sanat Akademisi) gelmesi. 1783’te kurulan ve köklü bir geçmişe sahip Akademie der Künste’nin böyle bir kararı almasında ise kurumda yaşanan değişim etkili olmuş. 250 bini Berlin’de olmak üzere üç milyondan fazla Türkiye kökenlinin yaşadığı Almanya’daki Türkiye gerçeğini sonunda kabullenen kurum, oradaki Türklere ulaşmak için çeşitli faaliyetler yapmaya karar vermiş. ‘Açılım’ için de Berlin-İstanbul ‘kardeş şehir’ ilişkisinin 20. yılı hedef alınmış ve çalışmalar Almanya’da yaşayan Çetin Güzelhan koordinasyonunda iki yıl öncesinde başlatılmış. İstanbul Modern’in şef küratörü Levent Çalıkoğlu’nun ‘açılım’ konusundaki yorumu şöyle: “Almanların karar alması zordur. Kararı alana kadar çok düşünürler. Ama karar alındıktan sonra gerisi kolaydır, en iyisini yapmak için çalışırlar. Bu kez, bizi merkeze aldılar.”

Üstelik sergilerin, dünyanın ilgisinin Berlin’de olduğu bir döneme denk getirilmesi de ayrıca önemli. Her üç sergi de Berlin’de yapılan MTV Avrupa Müzik Ödülleri töreni, U2’nun Berlin Duvarı’nda verdiği konser ve dünyadan 32 devlet başkanının katıldığı Berlin Duvarı’nın yıkılışının 20. yılındaki görkemli kutlamaların hemen akabinde açıldı. Açılış vesilesiyle Türkiyeli sanatçılar Berlin’e çıkartma yaptı. Bedri Baykam’dan Balkan Naci İslimyeli’ye, Handan Börüteçene’den Halil Altındere’ye, Nazan Azeri’den Gül Ilgaz’a herkes Berlin’deydi.
Berlin, son yıllarda Avrupa’da sanatın yeni çekim merkezlerinden biri. Duvarın yıkılışının ardından eski görkemli binalar hızla yenilenirken bir yandan da yıldız mimarların elinden çıkma ‘havalı’ modern binalar yükseliyor. Şehirdeki şantiye hali, önceki yıllara göre azalsa da devam ediyor.
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“İstanbul Next Wave” PRESS (fr-online.de)

Ausstellung in Berlin: Die Kunst, sich im Hamam zu waschen

Die Ausstellung Istanbul Next Wave zeigt zeitgenössische Kunst aus Istanbul in der Berliner Akademie der Künste und im Martin-Gropius-Bau. Von Harry Nutt

In Lifestyle- und Gourmetmagazinen wird Istanbul seit einiger Zeit als hippe Attraktion mit Geheimnisbonus gehandelt. Die Stadt am Bosporus hat einfallsreiche Köche und Designer angelockt, die das flirrende Nebeneinander von Orient, Okzident und Lebensstil als Geschmacksverstärker zu nutzen wissen. Goldenes Horn und Topkapi, das In-Gefühl der jüngsten Moderne speist sich gerade aus der beschleunigten Verarbeitung aller greifbaren Einflüsse und Traditionslinien.

Und die Kunst? In einem Beitrag für die Berliner Ausstellung “Istanbul Next Wave”, die hierzulande erstmals einen großen Überblick über zeitgenössische türkische Kunst versucht, begibt sich Ausstellungskurator Cetin Güzelhan auf die Spuren des Kulturwissenschaftlers Aby Warburg, der schon früh an dem Nachweis gearbeitet hatte, dass der osmanische Orient aus demselben kulturellen Erbe schöpfe wie der europäische Okzident. Kulturelle Identität wird gewissermaßen immer den Wassern der zurückliegenden Globalisierungswellen entnommen. Die in den beiden Häusern der Berliner Akademie der Künste und dem Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigte Ausstellung Istanbul Next Wave ist so gesehen als Webebewegung zwischen Bestandsaufnahme, Vor- und Rückgriffen zu betrachten.

Es ist schade, dass der Überblicksgedanke durch die Verteilung der Werke auf drei Orte empfindlich beeinträchtigt wird. Die unterschiedliche thematische Fokussierung entschädigt nur bedingt die komplizierten Laufwege durch die Stadt, die schon mal damit kokettiert, die meisten türkischen Einwohner westlich von Istanbul zu haben. Ermöglicht wurde das ambitionierte Ausstellungsprojekt denn auch durch die symbolträchtige Städtepartnerschaft der beiden Metropolen.

Anschluss und Abgrenzung

Im Martin-Gropius-Bau ist der Blick auf die türkische Moderne eher traditionell und chronologisch. Aus der Sammlung des Museums Istanbul Modern werden Arbeiten von 1928 bis 2008 gezeigt, die das künstlerische Bemühen um Anschlüsse an die europäische Moderne ebenso dokumentieren wie das Bestreben nach Abgrenzung und die Behauptung von Eigenständigkeit.

Das Istanbul Modern ist indes selbst ein kleines Wunder der Kunstwelt. Innerhalb weniger Jahre ist hier ein ambitioniertes Museum beinahe aus dem Nichts entstanden, das nun den Anspruch erhebt, die türkische Kunstmoderne zu repräsentieren. “Das großartige Zeitalter” heißt eine Collage von Burhan Dogancay, auf dem Abbildungen industrieller Großprojekte neben orientalischen Mustern und Palimsesten wie an den Rändern aufgerollte Tapetenreste ins Bild gesetzt sind. Überlagern, durchdringen, verdichten. Das Papier wächst auf beinahe organische Weise aus der Leinwand heraus.

Zu den Werken jüngeren Datums gehört ein großformatiges Porträt der deutschen Schauspielerin Alexandra Maria Lara, das Ramazan Bayrakoglu aus Stoffapplikationen zusammengenäht hat. Was aus der Distanz wie eine fototechnische Solarisation anmutet, erweist sich unmittelbar vor der Leinwand als geheimnisvolles Stoffgewebe mit unvernähten Fäden. Das Gesicht aus dem Filmmagazin wird so im buchstäblichen Sinn an traditionelle Handarbeit zurückgebunden.

Im eindrucksvollsten Teil der Ausstellung werden in der Akademie der Künste am Pariser Platz Werke von siebzehn Künstlerinnen aus Istanbul präsentiert, die auf leichtfüßige Weise die Existenz einer weiblichen Kunstszene am Bosporus markieren. Der Anschluss an die europäische Moderne wird hier liebevoll ironisiert.

Mit staunender Neugier beugt sich in einem Bild von Necla Rüzgar eine Frau mit rotem Kopftuch über einen in Filz eingepackten Flügel mit rotem Kreuz. Der Beyus-Klassiker wird aus seinem reflexiven Kontext entfernt und gewissermaßen für seine kulturelle Neuausrichtung gestimmt. “Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel” ist der Titel dieses Ausstellungsparts, der das Motto einer Frauen-Demonstration aus dem Jahr 1987 aufgreift, bei der sich rund 3000 Demonstrantinnen explizit gegen die verklärenden Vorstellungen von Weiblichkeit in der türkischen Gesellschaft wandten.

Traditionelles Badehaus für Männer

In ihrer performativen Radikalität erinnern die Performances und Videoarbeiten von Sükran Moral an die österreichische Künstlerin Valie Export. Für ihre 30-minütige Arbeit “Hamam” hat sich die Künstlerin in ein traditionelles Badehaus für Männer begeben. Ihre irritierende Anwesenheit im Männerrefugium und die Indienstnahme der Körperpflegerituale durch männliche Masseure lädt die Szene zum Tabubruch auf, entsexualisiert sie aber zugleich wieder durch die demonstrative Langsamkeit der gewöhnlichen Reinigungsrituale. Sükran Moral geht dorthin, wo es der gesellschaftlichen Konvention weh tut, aber sie entzieht der Szene zugleich ihre dramaturgische Energie.

Der Prozess der türkischen Zivilisation, soll das wohl sagen, verläuft auf seine Weise über Männer- und Frauenfantasien sowie dem Verhältnis von Nacktheit und Scham. Dass eine sexuelle Revolution in der islamischen Welt aussteht, hat unlängst die in Berlin lebende Autorin Seyran Ates provokant konstatiert. Am Pariser Platz wird der Gedanke auf unaufdringliche Weise mit einer Bildspur unterlegt.

Angesichts der eminent politischen Ausdrucksweise der siebzehn Künstlerinnen klingt es paradox, dass sich der dritte Ausstellungsteil in der Akademie der Künste am Hanseatenweg “Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul” widmet. Krieg, Genozid, Folter und Befreiung sind hier die Themen und dienen dem Gesamtkonzept als Ausweis dafür, dass keine künstlerische und diskursive Position ausgespart werden sollte.

Wie heikel eine explizite Thematisierung der Armenienfrage in der türkischen Gesellschaft nach wie vor ist, wurde auf der Pressekonferenz mit Bürgermeister Klaus Wowereit und seinem Istanbuler Amtskollegen Kadir Topbas deutlich. Ausweichen, nichts Falsches sagen war hier die Devise. Einfache Schlussfolgerungen über eine so komplexe Gesellschaft erweisen sich ohnehin als falsch. Die gegenwärtige türkische Gesellschaft, heißt es auf einer Tafel, ist “demokratisch, globalisiert, patriachal, neoliberal und nationalistisch zugleich”. Die Kunst kann sich dazu so oder so verhalten.

Berlin, Akademie der Künste, am Pariser Platz sowie im Hanseatenweg und im Martin-Gropius-Bau: bis 17. Januar 2010. Im Steidl-Verlag ist ein Katalog erschienen, der 20 Euro kostet.

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“İstanbul Next Wave” PRESS (TwoTicets.de)

http://www.twotickets.de/rubriken/Kunst%20&%20Wissen/.bin/index.php?REM_cmd=2&REM_id=78323

Istanbul Next Wave

Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel

Istanbul ist das Kraftwerk der zeitgenössischen türkischen Kunst. Mit der Gründung neuer Museen, der Biennale und einer explosionsartig wachsenden Künstlerszene ist Istanbul auch zu einem der Brennpunkte der internationalen Kunst avanciert. Aus Anlass der 20jährigen Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin macht die Akademie der Künste diese aktuelle Kunstszene zu ihrem Programmschwerpunkt.

Das türkische Kuratorenteam ermöglicht dabei einen neuen Blick auf eine wenig bekannte, aber sehr vielschichtige Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Arbeiten von über 100 Künstlern – Malerei, Materialcollagen, Fotoarbeiten, Medienkunst, Installationen, Objektkunst verschiedenster Techniken und Texturen – rücken die türkische Kunst mit ihrem urbanen Zentrum Istanbul in eine neue Perspektive jenseits der überkommenen Vorurteile einer „verspäteten Moderne“.

Das gemeinsame Projekt der Stadt Istanbul und der Akademie der Künste umfasst drei Ausstellungen, die in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau zu sehen sind. „Istanbul Next Wave“ ist der Höhepunkt der Berliner Veranstaltungen zum 20. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul und erster internationaler Auftakt des Programms, mit dem sich Istanbul 2010 als europäische Kulturhauptstadt in Zusammenarbeit mit Kültür A.S. präsentiert.

„Boden unter meinen Füßen, nicht den Himmel!“ Mit diesem Slogan verabschiedete sich die türkische Frauenbewegung der 80erJahre von dem Versprechen des Korans, von Männern den Himmel zu Füßen gelegt zu bekommen. In den Ausstellungssälen am Pariser Platz rücken die Kuratoren 17 Künstlerinnen aus Istanbul ins Zentrum. Heute, in einer noch immer in weiten Teilen patriarchalisch organisierten Gesellschaft, vertreten die ausgestellten Künstlerinnen selbstbewusst, engagiert, mit Poesie, Radikalität und Ironie den Anspruch auf eine Führungsposition in den Künsten, die durch den weiblichen Blick auf die Welt eine vielfältige Bereicherung der Formen ebenso wie thematische Profilierung erfahren.

Laufzeit: 12.11.09 – 03.01.10
Di bis So 11–20 Uhr

Eintritt:
6,- Euro erm. 4,- Euro
(beinhaltet auch für den Eintritt für den Hanseatenweg)

Karten und Info:
Telefon: 030 / 20057 -100
info@adk.de
www.adk.de

Abbildung:
Necla Rüzgar
and then…, 2006
Aquarell auf Papier, 30 x 35 cm
Courtesy of the Artist and Outlet-Istanbul Gallery
© Necla Rüzgar

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“İstanbul Next Wave” welt.de

http://www.welt.de/kultur/article5171752/Tuerkische-Kunst-patriarchalisch-und-sexistisch.html

“Istanbul Next Wave”

Türkische Kunst – patriarchalisch und sexistisch

(40)

13. November 2009, 09:19 Uhr

Die türkische Gesellschaft ist patriarchalisch, sexistisch und konsumfetischistisch. Das meinen die Künstlerinnen einer Berliner Ausstellungsreihe und zeigen es auch. Die türkischstämmige Journalistin Mely Kiyak freut sich, dass damit die Türkei in der westlichen Moderne angekommen ist.

Foto: ddp/DDP

Auch dieses Gemälde-Tableau von Necla Rüzgar gehört zum gemeinsamen Projekt der Akademie der Künste und der Stadt Istanbul anlässlich des 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin.

Die Installation “New Baghdad Museum” (2007) des türkischen Künstlers Irfan Önürmen ist Teil der Ausstellung “Sechs Positionen kritischer Kunst aus Istanbul” aus der Reihe “Istanbul Next Wave”.

Die Türken sind angekommen! Nicht irgendwo, sondern, so man das Vokabular nutzen möchte, in der westlichen Moderne, im Zentrum Berlins. Istanbuls Kunstszene präsentiert sich bis in den Januar und zeigt, wie sich die Kunst eines Landes im Laufe der Jahrzehnte verändert hat, das die Modernisierungskriterien ihres Republikgründers Kemal Mustafa Atatürk durch die Kopenhagener Kriterien ausgetauscht hat.

Die Akademie der Künste hat aus Anlass der zwanzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin, sowie Istanbuls bevorstehender Rolle (als nicht EU-Land) zum Träger des Titels „Europäische Kulturhauptstadt 2010“, eine Kunstschau organisiert, die sich den wichtigsten Stationen der türkischen Moderne und Gegenwart in der bildenden Kunst widmet.

İstanbul Next Wave“ ist der etwas merkwürdige Titel einer wirklich großen und umfassenden Ausstellung, deren Überschrift wohl eher Vorfreude denn Bedrohung ankündigen soll und sich, ganz im Gegensatz zu den meisten Kunstwerken, nicht an die Ästhetik der Werbewelt anbiedert.

Die explodierende Kunstwelt am Bosporus schreit geradezu nach einer Übersicht und wird in drei große Akzente gesetzt, die bei näherer Beobachtung, Sinn ergeben.

Im Martin-Gropius Bau zeigen 80 Werke die wichtigsten Stationen der türkischen Moderne und können, trotz eindringlicher Versicherung des türkischen Kurators Cetin Güzelhan, ihren Einfluss nicht verhehlen. Wenn man nicht genau schaut, läuft man aus Versehen an den Bildern aus den1920er- und 30er Jahren vorbei, weil man sich sicher wähnt, die europäischen Vertreter der Moderne zu sehen und nicht Künstler des osmanischen Reiches.

Die Periodisierung der Türkei orientiert sich an den Zäsuren 1923 (Gründung der Republik), 1950 (Ende des Einparteiensystems), 1980 (Putsch), die dafür gesorgt haben, dass viele Künstler und Kulturschaffende entweder verhaftet wurden, ins Exil gingen oder verschüchtert schwiegen.

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